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NITI Aayog und TEXMiN unterzeichnen Forschungsabsichtserklärung: Indien baut einen Mineralien-Stack von 40 Milliarden US-Dollar auf

NITI Aayog und TEXMiN haben eine gemeinsame Absichtserklärung zum Ökosystem der kritischen und strategischen Mineralien Indiens unterzeichnet. Sie bindet das nationale Politikgremium an einen Forschungspark des IIT (ISM) Dhanbad und nennt vier Arbeitsbereiche, ohne Projekte oder Geld.

KonjunkturAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 21
NITI Aayog und TEXMiN unterzeichnen Forschungsabsichtserklärung: Indien baut einen Mineralien-Stack von 40 Milliarden US-Dollar auf

Die Vereinbarung stellt ein nationales Politikgremium und einen Forschungspark hinter Indiens Vorstoß bei kritischen Mineralien. Den schwierigen Teil lässt sie offen. Unternehmen und ausländische Partner können weiterhin nicht erkennen, welche Technologien Vorrang bekommen.

Eine Absichtserklärung, kein Finanzierungsvertrag

NITI-Aayog-Mitglied Gobardhan Das unterzeichnete das Dokument bei einem Besuch am IIT (ISM) Dhanbad. Dort eröffnete er am 31. Oktober das National Symposium on Critical Minerals and Rare Earths (CMRE 2026).

Es nennt vier Arbeitsbereiche: gemeinsame Forschung und Technologieentwicklung, technische und strategische Studien, politische und institutionelle Unterstützung sowie Kapazitätsaufbau und Wissensaustausch. Beide Organisationen rahmen die Vereinbarung um die National Critical Mineral Mission (NCMM) und die Ziele Aatmanirbhar Bharat und Viksit Bharat 2047. TEXMiN ist der Technology Translation Research Park am IIT (ISM) Dhanbad. Er wird vom Department of Science and Technology betrieben, berichtete PSU Watch. Die Erklärung enthält kein Geld, keine Personalstellen und keinen Zeitplan.

Der politische Stack von 40 Milliarden US-Dollar

Indiens entstehende Industriepolitik für Wertschöpfungsketten kritischer Mineralien umfasst mehr als ein Dutzend regulatorische, finanzielle und handelspolitische Instrumente. Sie sind fast 40 Milliarden US-Dollar wert, heißt es in einem Kommentar des Columbia Center on Global Energy Policy.

Der Aufbau erfolgte schrittweise. 2023 benannte das Ministry of Mines 30 Mineralien wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und ihres Versorgungsrisikos als kritisch für die indische Wirtschaft. Das Unionsbudget 2024 schlug eine Critical Minerals Mission vor. Die National Critical Mineral Mission folgte im Januar 2025. Drei Merkmale unterscheiden die Strategie, argumentiert der Kommentar. Die Förderung erstreckt sich über mehrere Stufen der Wertschöpfungskette, nicht nur über den Bergbau. Fertigungsanreize und Verbrauchersubventionen stimulieren die Inlandsnachfrage. Indien sucht Lieferungen im Ausland, weil es stark von Importen abhängig bleibt.

Vom bergbauzentrierten Ansatz zur gesamten Wertschöpfungskette

Das nutzte Das auf dem Symposium, um gegen einen bergbauzentrierten Ansatz zu argumentieren.

Er forderte eine integrierte Wertschöpfungskette: Exploration und Identifizierung, Gewinnung und Aufbereitung, Raffinierung und Materialentwicklung, fortgeschrittene Materialien sowie Recycling und Rückgewinnung aus Sekundärressourcen. Er verwies auch auf Kohlenflugasche, Rotschlamm, Bergbauabfälle und Elektroschrott als Sekundärquellen. Er betonte, Forschungsergebnisse in kommerziell nutzbare Technologien zu übersetzen.

Der Maßstab China

Der Maßstab ist China. CEPA beziffert seinen Anteil am Abbau seltener Erden auf rund 60%. Aufbereitung und Trennung liegen bei 90%. Die Herstellung von Permanentmagneten liegt bei 94%.

Die Konzentration reicht über seltene Erden hinaus. China kontrolliert etwa 94% der Aufbereitung von Batteriegraphit und rund drei Viertel der Kobaltraffinerie. Peking hat bereits gezeigt, wie sich diese Position nutzen lässt. Es verhängte Exportkontrollen für mehrere Seltenerdmetalle und schwere Seltenerdelemente. Das zwang einige Autohersteller, die Produktion zu drosseln oder Bänder anzuhalten. Danach weitete es die Beschränkungen auf chinesische Technologie, Graphitanodenmaterial und Batteriekathoden-Vorprodukte aus. Bei ihrem Treffen in Busan im Oktober 2025 vereinbarten US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping, einige Beschränkungen bis November 2026 auszusetzen. Diese Aussetzung wurde später bis Januar 2027 verlängert. Die Internationale Energieagentur hat erklärt, die Beschränkungen könnten bei vollständiger Durchsetzung jährliche Downstream-Produktion im Wert von 6,5 Billionen US-Dollar gefährden.

Diese Lücke soll Indiens politischer Stack verkleinern.

Handelspolitik und Indiens Angebot eines dritten Weges

Washington baut seine eigene Architektur auf. Die Vereinigten Staaten haben bilaterale und regionale Rahmenwerke für kritische Mineralien mit Australien, der EU, Indien, Japan, Mexiko und anderen Handelspartnern vorangetrieben, heißt es in einer Analyse von Ernst & Young.

Eine im Februar 2026 vom USTR eingereichte Bekanntmachung im Federal Register könnte sich als Wendepunkt erweisen, heißt es in der Analyse. Die Bekanntmachung erwägt ausdrücklich koordinierte Ansätze, nicht nur Zölle. Der Columbia-Kommentar argumentiert, Indien könne sich als dritter Weg im globalen Ökosystem kritischer Mineralien positionieren. Das wäre etwas anderes als Chinas staatskapitalintensives Modell und als sicherheitsgeleitete Strategien des Westens. So gelesen, würde Indien als industrielle Brücke wirken. Es würde Wertschöpfung in Entwicklungsländern unterstützen und zugleich fortgeschrittenen Volkswirtschaften helfen, ihre Versorgung zu diversifizieren. Der Erfolg hängt von der Abstimmung mit rohstoffreichen Entwicklungsländern ab, die eigene Verarbeitungskapazität wollen. Er hängt auch von fortgeschrittenen Volkswirtschaften ab, die Mineraliensicherheit und Fertigungsziele verfolgen.

Worauf zu achten ist

Das erklärte Ziel der NCMM ist ein global wettbewerbsfähiges und widerstandsfähiges Ökosystem für kritische Mineralien.

Die Politik verbindet Unterstützung für die heimische Verarbeitung mit Bemühungen, Mineralienlieferungen im Ausland zu sichern. Die neue Erklärung fügt eine Ebene für Forschung und Kapazitätsaufbau hinzu. Bis Projekte und Finanzierung erscheinen, lautet der Test für Bergbauunternehmen, Batteriehersteller und ausländische Partner, ob die indische Verarbeitungskapazität schneller wächst als die Importrechnung. Indiens Liste von 30 kritischen Mineralien gibt der Regierung einen Ausgangspunkt zum Zählen.

Die ersten Finanzierungsentscheidungen der Mission werden das nächste Signal sein, auf das man achten muss.

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Quellen

21
  1. 01NITI Aayog, TEXMiN Join Hands to Build India's Critical Minerals Technology and Research EcosystemEN
  2. 02NITI Aayog, TEXMiN join hands to strengthen India's critical minerals ecosystemEN
  3. 03India's Critical Minerals Industrial Policy Balances Domestic Ambitions and Transnational ChallengesEN
  4. 04Ending China's 60-Year Grip on Critical MineralsEN
  5. 05CXO Take: Trade Policy Is Reshaping Critical Mineral Supply ChainsEN
  6. 06Critical minerals strategy puts Australian processing and supply security in focusEN
  7. 07Sovereignty in the supply chain: The new critical minerals disputes frontier and approaches in Canada and the UKEN
  8. 08Critical Minerals Move to the Center of U.S. Economic and Defense Planning - ELEKTROS Reviews Northern New York Lithium OpportunityEN
  9. 09Critical Minerals Support to Persist Beyond U.S. Midterms; Korea Zinc's $7.4 Billion Tennessee Smelter Seen as Key Beneficiary - BigGo FinanceEN
  10. 10Team Europe advances EU–Australia cooperation on critical minerals at the International Mining and Resources Conference (IMARC) - European External Action ServiEN
  11. 11University partners on inaugural Intermountain Critical Minerals Summit - The University of UtahEN
  12. 12Why Greenland’s Strategic Minerals Are Not Yet Arctic SupplyEN
  13. 13Sponsored: Why flow measurement is emerging as a critical design consideration in liquid cooled data centersEN
  14. 14Attackers Exploit Critical Siemens IoT2050 Flaw to Plant Remote Command BackdoorsEN
  15. 15In Memory of Fukuda Diplomacy: Peace, History, and Japan’s Foreign PolicyEN
  16. 16Critical Langflow Flaws Could Let Unauthenticated Attackers Run Code on ServersEN
  17. 17US Rare Earth Industrial Policy Gap Explained - Rare Earth ExchangesEN
  18. 18ESI supplying solar array components to missile defense programsEN
  19. 19Hackers Actively Exploit Highly Critical Drupal Commerce Core Authorization Bypass FlawEN
  20. 20Appian targets about $2 billion for Africa but warns policy risk is driving capital away - Mining.comEN
  21. 21Irina Patrahau | FSR–MIT CEEPR Annual Conference on the Future of Energy and Climate Policy - The Hague Centre for Strategic StudiesEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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