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Portugal beginnt mit der Schnellstrecke Lissabon-Porto, während Spaniens Zugunglück Sicherheitsfragen aufwirft

Portugal hat am Montag mit dem Bau des ersten 71 km langen Abschnitts der Schnellstrecke Lissabon-Porto begonnen. Die Agentur AICEP bezifferte das Vorhaben am 4. November auf rund 2.000.000.000 Euro.

ReisenErklärtJonas WeberVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 28
Portugal beginnt mit der Schnellstrecke Lissabon-Porto, während Spaniens Zugunglück Sicherheitsfragen aufwirft

Für Reisende würde die fertige Strecke die Fahrzeit von Lissabon nach Porto auf eine Stunde und 15 Minuten verkürzen. Eine Fahrt von Lissabon nach Madrid soll bis 2034 etwa drei Stunden dauern.

Für Steuerzahler und Aufsichtsbehörden liefert Spanien die Warnung. Das tödliche Unglück bei Urda zeigt, dass Signalanlagen Jahre hinter dem Streckenbau zurückbleiben können. EU-Gelder können zudem an Verträge gebunden sein statt an funktionierende Systeme. Portugal hat nicht gesagt, was die gesamte Strecke kosten soll und wann sie vollständig eröffnet wird. Der Kontrast zu Spanien ist krass. Er bestimmt, wie das portugiesische Projekt bewertet werden wird. Am 28. Oktober stießen bei Urda in der Provinz Toledo zwei Schnellzüge zusammen.

Portugal beginnt mit dem ersten Abschnitt

Die Arbeiten begannen auf dem Teilstück von Porto-Campanhã nach Oiã im Distrikt Aveiro. Das sind 71 km neue Schnellbahnstrecke.

Der Konzessionsvertrag für den Abschnitt wurde am 29. Juli 2025 unterzeichnet. Er steht für eine Investition von rund 2.000.000.000 Euro. Zum Finanzierungspaket gehören 875.000.000 Euro von der Europäischen Investitionsbank und 480.000.000 Euro aus der Fazilität Connecting Europe. Der Abschnitt umfasst eine neue Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Douro und einen neuen Bahnhof in Vila Nova de Gaia-Santo Ovídio. Er beinhaltet auch den Ausbau und die Neugestaltung des intermodalen Bahnhofs Porto-Campanhã. Der Abschnitt gehört zur Schnellstrecke Lissabon-Porto.

Lissabon nach Porto würde eine Stunde und 15 Minuten dauern.

Die Regierung ordnet das Projekt ihrer nationalen Flughafenstrategie zu. Es stützt den neuen Flughafen von Lissabon und soll die Bahnverbindungen nach Spanien stärken. Die Regierung will bis 2034 eine Fahrt von Lissabon nach Madrid in drei Stunden erreichen. Miguel Pinto Luz, Portugals Minister für Infrastruktur und Wohnen, sagte: „Neben dem neuen Flughafen Lissabon sind Schnellbahnstrecken die größten Infrastrukturprojekte, die das Land in diesem Jahrhundert angehen wird“.

Das Unglück in Spanien schärft die Sicherheitsfragen

Die Live-Berichterstattung der BBC meldete mindestens 68 Tote. Diese Zahl weicht von der vorläufigen Bilanz ab, die Brussels Signal nannte. Brussels Signal gab die vorläufige Bilanz mit 69 Toten und mehr als 200 Verletzten an und berief sich auf die spanischen Unfallermittler. An dem Unglück waren ein AVE-Zug der staatlichen Renfe und ein Zug von Iryo beteiligt. Beide fuhren auf der Strecke Madrid-Sevilla. Erste Erkenntnisse besagen, dass das alte Signalsystem LZB um 8.31 Uhr versagte, 22 Minuten vor dem Zusammenstoß. Es war der zweite tödliche Unfall auf der Strecke in diesem Jahr, nachdem am 18. Januar bei Adamuz in der Provinz Córdoba 46 Menschen starben.

EU-Geld und die Lücke bei ERTMS

Der Korridor sollte mit ERTMS Level 2 betrieben werden. Das ist das European Rail Traffic Management System. Es sollte die deutschen LZB-Anlagen ersetzen, die vor der Expo 1992 in Sevilla installiert worden waren.

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente sagte, der physische Einbau von ERTMS Level 2 sei im Juni 2026 abgeschlossen worden. Getestet und zugelassen werden müsse es noch, sagte er. Betriebsbereit wäre es erst Anfang 2027. Puente wies Vorwürfe zurück, Madrid habe Fortschritte gemeldet, während die Fahrgäste sich auf alte Technik verlassen mussten. „Die Europäische Union wird nicht getäuscht, sie erhält Bescheinigungen über die Fertigstellung von Arbeiten“, sagte er. Die Europäische Kommission teilte Brussels Signal mit, dass die für den Abschluss der Arbeiten vorgesehenen Mittel ihre Prüfung noch nicht passiert hätten. Nach Ziel 85 des spanischen Aufbauplans qualifizierte sich Spanien für EU-Gelder, indem es nachwies, dass es Verträge zur Modernisierung der Bahn rechtmäßig vergeben hatte. Das Geld floss in der Vergabephase. Keine neue Signalanlage war in Betrieb gegangen.

Im Oktober 2021 vergab Adif Alta Velocidad einen Auftrag über 93.800.000 Euro an Thales España, um ERTMS Level 2 auf der Strecke Madrid-Sevilla zu installieren. Die Ausschreibung sah eine Umsetzungsfrist von 52 Monaten vor. Sie lief im Februar 2026 ab.

Wie es weitergeht

Puente sollte am 3. November im Parlament erscheinen. Die oppositionelle Volkspartei forderte seinen Rücktritt. Die neue Signalanlage des Korridors wird erst Anfang 2027 in Betrieb sein.

In Portugal entstehen jetzt die ersten 71 km der Strecke Lissabon-Porto. Die Regierung hält an dem Ziel fest, bis 2034 drei Stunden von Lissabon nach Madrid zu brauchen. Keine der beiden Zahlen ist ein Fertigstellungstermin für die gesamte Strecke.

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Quellen

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  1. 01Portugal starts work on Lisbon–Porto high-speed railEN
  2. 02EU funding for Spanish rail safety under scrutiny after latest high-speed crashEN
  3. 03Two high-speed trains collide near Toledo, SpainEN
  4. 04At least 68 killed in Spanish high-speed train crashEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Jonas Weber

Jonas Weber

Sport, Auto und Reisen

Jonas Weber schreibt für FLASH24 über Sport, Autos und Reisen und stützt sich dabei auf Verbandsstatistiken, Herstellerangaben und eigene Recherchen vor Ort. Bei Ligaspielen prüft er Spielberichte gegen die offiziellen Datenbanken und gleicht Torschützen sowie Einsatzzeiten ab. Im Automobilbereich vergleicht er technische Daten aus Pressemappen mit unabhängigen Tests, im Reisenressort wartet er auf die saisonalen Streckenfreigaben und spricht mit Veranstaltern. Privat verfolgt er Ligastatistiken, diskutiert über den Videobeweis und spielt selbst Amateurbasketball. Zahlen, die er nicht belegen kann, veröffentlicht er nicht.

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