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Qualcomm liefert 5G-Technik für SpaceX' Starlink-Mobilfunknetz

Qualcomm will nach eigenen Angaben vom 4. November Funk- und Baseband-Technik für das terrestrische 5G-Netz von SpaceX' Starlink Mobile in den USA liefern. Der Aufbau beginnt Anfang nächsten Jahres an Zehntausenden Standorten.

WissenschaftErklärtHanna VogtVeröffentlicht: 4. November 20263 Min. LesezeitQuellen 28
Qualcomm liefert 5G-Technik für SpaceX' Starlink-Mobilfunknetz

SpaceX baut an Zehntausenden Standorten in den USA ein terrestrisches 5G-Netz auf, und zwar mit Funk- und Baseband-Technik von Qualcomm. Das teilte das Unternehmen am 4. November mit. Der Aufbau beginnt Anfang nächsten Jahres.

Der Auftrag durchbricht die übliche Aufstellung aus Ericsson, Nokia und Samsung, die nationale Netze sonst bestücken: Ein Chiphersteller liefert nun das Funkzugangsnetz.

Was Qualcomm liefert

Qualcomm steuert Funktechnik, Baseband-Einheiten und Software aus seinem Portfolio Dragonwing Cellular Infrastructure bei. Der Umfang umfasst Chips für verteilte Einheiten, Chips für Funkeinheiten und die RAN-Software, die auf beiden läuft; Qualcomm nennt sie QDU und QRU. Bei den Funkmodulen handelt es sich um Massive-MIMO-Einheiten mit 64 Sende- und 64 Empfangspfaden, also 64T64R, eine Architektur für bessere Abdeckung, Kapazität und spektrale Effizienz. Durga Malladi, EVP und General Manager für Technologieplanung, Edge-Lösungen und Rechenzentren bei Qualcomm, sagte vor Journalisten, es gehe um ein Makronetz. "Das ist gewaltig", sagte er. "Es ist 5G, aber es ist ein landesweites Netz." Er verglich es mit Viettel, dem vietnamesischen Betreiber, den Qualcomm beliefert hat, doch dort ging es nur um wenige tausend Standorte.

SpaceX setzt offenbar auf keinen der Anbieter Ericsson, Nokia, Samsung, Huawei oder ZTE, die die meisten nationalen Netze prägen. Qualcomm hat zuvor Infrastruktur an Verizon, Dish und Vodafone verkauft. 2020 unternahm das Unternehmen einen größeren Vorstoß in den Markt für 5G-Infrastruktur, bekannt ist es aber eher für die Modems und Funkchips in Telefonen als für Basisstationen.

Das schlägt sich in der Bilanz nieder. Im jüngsten Quartal verbuchte Qualcomm fast 10.000.000.000 Dollar Umsatz, vor allem mit Smartphone-Chips und Patentlizenzen. Malladi nannte den Auftrag den größten Netzabschluss von Qualcomm seit der 3G-Ära.

Warum SpaceX Basisstationen braucht

Starlink stand im dritten Quartal für 36% des Umsatzes von SpaceX und für 85% des operativen Gewinns. Das Satellitennetz kann jedoch nicht die Sprach-, Video- und Datenabdeckung liefern, die AT&T, Verizon und T-Mobile auf gängigen Smartphones bieten.

Deshalb kauft SpaceX Frequenzen und sucht Partner. Im vergangenen Monat kündigte das Unternehmen eine Vereinbarung über den Kauf eines landesweiten Frequenzportfolios im 800-MHz-Band an. Außerdem gab es Gespräche über den Zugang zu 80.000 Mobilfunkstandorten in den USA; als eines der beteiligten Infrastrukturunternehmen wurde der Funkturmbetreiber Crown Castle genannt. Netzbetreiber mieten Platz normalerweise bei Turmgesellschaften wie American Tower und Crown Castle, die mehrere Anbieter an einem Standort beherbergen. Welche Turmpartner SpaceX hat oder wie viele Türme nötig sind, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.

Die Frequenzen sind der Engpass. SpaceX verfügt über rund 80 MHz, T-Mobile über 400 MHz, wie T-Mobiles Technikchef John Saw auf LinkedIn anmerkte. Qualcomm hält dagegen, dass Massive MIMO, bei dem mehrere Dutzend Antennenelemente in jeder Funkeinheit stecken, SpaceX mehr aus diesen Frequenzen herausholen lässt.

Der Kampf um die Kunden entscheidet sich nicht an der Hardware

Die Washington Post berichtete, SpaceX verhandle über die Übernahme von EchoStars Boost Mobile, ein Geschäft, das laut Handelsblatt 7.400.000 Kunden bringen würde. Für die Transaktion bräuchte EchoStar wohl die Zustimmung von AT&T und T-Mobile, meldete das Handelsblatt, weil die beiden Betreiber Vereinbarungen zur Netznutzung haben, die bei einem Verkauf von Boost wahrscheinlich automatisch enden würden.

Wie es weitergeht

Über die mehrjährige Vereinbarung sollen Zehntausende Standorte folgen. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht genannt. SpaceX reagierte nicht auf eine Anfrage nach weiteren Informationen.

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Quellen

28
  1. 01SpaceX signs deal with Qualcomm to provide network technology for U.S. mobile serviceEN
  2. 02Qualcomm signs 5G infrastructure agreement with SpaceX for Starlink Mobile's nationwide network in USEN
  3. 03SpaceX boldly goes into 'huge' 5G network rollout with QualcommEN
  4. 04Elon Musk: SpaceX will offenbar Mobilfunker Boost übernehmenDE
  5. 05Why Boost Mobile isn't SpaceX's shortcut to an MVNOEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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