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Allstate übertrifft mit bereinigtem EPS von 9,76 Dollar den Konsens von 6,96 Dollar im dritten Quartal

Allstate hat am 4. November nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der bereinigte Gewinn lag bei 9,76 Dollar je Aktie, der von 24/7 Wall St zitierte Konsens bei 6,96 Dollar, obwohl die Katastrophenschäden auf 1,65 Milliarden Dollar stiegen.

WirtschaftAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 5. November 20264 Min. LesezeitQuellen 25
Allstate übertrifft mit bereinigtem EPS von 9,76 Dollar den Konsens von 6,96 Dollar im dritten Quartal

40 Prozent über dem Konsens beim bereinigten Gewinn

Der auf Allstate entfallende Nettogewinn sank um 44,5 Prozent auf 2,08 Milliarden Dollar, nach 3,75 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der verwässerte Gewinn je Aktie fiel auf 8,03 Dollar von 13,95 Dollar.

Der bereinigte Nettogewinn ging um 16,2 Prozent auf 2,49 Milliarden Dollar zurück, von 2,98 Milliarden Dollar. Je verwässerter Aktie waren es 9,76 Dollar nach 11,17 Dollar.

Das Quartal zeigt einen Gewinn, den Preise und Kapitalerträge trugen, während der versicherungstechnische Gewinn fiel. Die verdienten Prämien im Segment Hausrat stiegen um 11,5 Prozent auf 4,33 Milliarden Dollar, weil die Tariferhöhungen durchschlugen. Offen bleibt, ob Allstate weiter jährlich 3,3 Prozent mehr Policen gewinnen kann, ohne die zugrunde liegende Marge wieder abzugeben. Sie verschlechterte sich auf 80,5 von 78,7.

Die 9,76 Dollar lagen 40 Prozent über dem von 24/7 Wall St zitierten Konsens von 6,96 Dollar. Der Umsatz betrug 17,35 Milliarden Dollar, ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber 17,26 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen mit. Zacks hatte die Konsensschätzung für den Umsatz auf 17,84 Milliarden Dollar gesetzt.

Die Erwartungen waren bereits gestiegen. Zacks meldete am 29. Oktober, der eigene Konsens für das Quartal sei binnen 30 Tagen um 4,6 Prozent auf 7,03 Dollar je Aktie gestiegen. Das wäre immer noch ein Rückgang von 37,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewesen.

Katastrophen treiben die Combined Ratio um 7,1 Punkte

Die ausgewiesene Combined Ratio im Segment Property-Liability stieg auf 86,6 von 80,1, also 6,5 Punkte über dem Vorjahr. Allstate führte 7,1 Punkte höhere Katastrophenschäden als Ursache an, teilweise ausgeglichen durch 2,4 Punkte günstigere Reservenauflösungen für Vorjahre außerhalb der Katastrophen. Der versicherungstechnische Gewinn fiel um 30,1 Prozent auf 2,02 Milliarden Dollar von 2,89 Milliarden Dollar.

Hausrat traf es am härtesten. Die Katastrophenschäden in diesem Segment erreichten 1,33 Milliarden Dollar nach 479 Millionen Dollar, der versicherungstechnische Gewinn sank um 59 Prozent auf 452 Millionen Dollar von 1,11 Milliarden Dollar, und die ausgewiesene Combined Ratio sprang auf 89,5 von 71,5.

Das Umfeld der Branche war günstig. Gallagher Re zählte in den ersten neun Monaten 2026 weltweit 92 Milliarden Dollar versicherter Katastrophenschäden, 29 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt und der niedrigste vergleichbare Wert seit 2019, wie aus der Vorschau von Zacks auf die Versichererzahlen hervorgeht. Das dritte Quartal war das sechste in Folge, in dem keine einzelne Naturkatastrophe versicherte Schäden von mehr als 10 Milliarden Dollar verursachte.

Die Auto-Margen verschlechtern sich unabhängig vom Wetter

Rechnet man Katastrophen und Reservenbewegungen aus dem Vorjahr heraus, sieht das Quartal weniger komfortabel aus. Die zugrunde liegende Combined Ratio der Gruppe stieg auf 80,5 von 78,7.

Den größten Anteil daran hatte die Autoversicherung. Der versicherungstechnische Gewinn sank auf 1,62 Milliarden Dollar von 1,73 Milliarden Dollar, die zugrunde liegende Combined Ratio verschlechterte sich auf 89,8 von 86,0. Die verdienten Prämien stiegen nur um 0,6 Prozent auf 9,65 Milliarden Dollar, weil das Policenwachstum durch niedrigere Durchschnittsprämien ausgeglichen wurde. Die ausgewiesene Combined Ratio in der Autoversicherung lag bei 83,2 nach 82,0. Hausrat blieb auf derselben zugrunde liegenden Basis nahezu unverändert, bei 60,1 gegen 59,8, wie Securities.io berichtete. Damit bleibt das Wetter als Grund dafür, dass der ausgewiesene Gewinn im Hausrat fiel.

Das Wachstum ist zurück, und die Kapitalerträge halfen

Die Zahl der laufenden Policen erreichte 217,6 Millionen, die Policen im Segment Property-Liability legten um 3,3 Prozent zu, teilte das Unternehmen mit. Die laufenden Auto-Policen stiegen um 3,4 Prozent, die neuen Auto-Anträge um 6,3 Prozent. Im Hausrat wuchs das Neugeschäft um 10,2 Prozent, die gebuchten Nettoprämien um 7,4 Prozent auf knapp 5 Milliarden Dollar.

„Allstate hat im dritten Quartal hervorragende Finanzergebnisse geliefert und das Wachstum im Segment Property-Liability gesteigert“, sagte Tom Wilson, der das Unternehmen führt, in der Mitteilung zu den Zahlen. Wilson sagte, die Produkte Affordable, Simple und Connected sowie ein breiterer Vertrieb hätten den Marktanteil erhöht.

Die Kapitalerträge halfen. Die Netto-Kapitalerträge stiegen um 228 Millionen Dollar auf 1,177 Milliarden Dollar, getragen von größeren Vermögensbeständen und höheren Renditen festverzinslicher Anlagen, so Allstate. Die erfolgsabhängigen Erträge betrugen 355 Millionen Dollar nach 227 Millionen Dollar, bedingt durch höhere Bewertungen von Private-Equity-Beteiligungen. Über neun Monate stieg der Nettogewinn um 21,3 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar, der versicherungstechnische Gewinn um 47,5 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar.

Wie es weitergeht

Das Management erläutert das Quartal am Donnerstag, 5. November, um 9 Uhr Eastern in einer Telefonkonferenz. Die entscheidende Zahl ist, ob die zugrunde liegende Combined Ratio hält, während die Zahl der Policen wächst.

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Quellen

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  10. 10Allstate stock faces a cautious downgrade as earnings and catastrophe losses reshape the outlook - ad-hoc-news.deEN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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