Li Auto verbaut im Li Mega LCD-Displays, weil Samsung-OLEDs fehlen
Li Auto liefert einen Teil der neuen elektrischen MPVs der Baureihe Li Mega mit LCD-Displays statt mit OLED-Panels von Samsung aus. Das sagte Produktlinienleiter Tang Jing am Montag, 2. November, auf Weibo. Ein unerwarteter Lieferausfall hatte den Tausch nötig gemacht.
Der Engpass trifft Fahrzeuge, die zwischen dem 10. November und dem 17. Dezember vom Band laufen sollen, berichtet CnEVPost. Betroffen sind alle Kunden, die ihre Bestellung zwischen 17:06 Uhr Pekinger Zeit am 11. September und 9:52 Uhr am 26. Oktober verbindlich aufgegeben haben.
Den 29 Zoll großen 6K-OLED-Panoramabildschirm in Automobilqualität fertigt Samsung eigens für den Li Mega, sagte Tang. Kein anderer Zulieferer bietet derzeit ein Produkt mit denselben Spezifikationen an. Der Nachschub dürfte erst gegen Jahresende wieder anlaufen.
Damit die Auslieferungen im Plan bleiben, rüstet Li Auto die betroffenen Fahrzeuge mit dem 29 Zoll großen 6K-LCD-Display aus, das im Li L9 Livis steckt. Laut Unternehmen bieten beide Bildschirme dieselbe Software und dieselbe Bedienung. Li Auto verspricht zudem dieselbe Software-Erfahrung und dieselben künftigen Over-the-Air-Updates vor und nach dem Tausch. Der Ersatzbildschirm hat nach Angaben des Herstellers dieselbe Garantie von fünf Jahren oder 100.000 Kilometern wie das Fahrzeug.
Betroffene Käufer erhalten ein dreijähriges Servicepaket für den Li Mega. Es umfasst unbegrenztes Datenvolumen im Fahrzeug, unbegrenzte Abholung und Rückgabe zur Wartung und Reparatur sowie die Pflege des Klimaanlagenfilters. Produktspezialisten hätten am 2. November begonnen, die Kunden einzeln zu kontaktieren, meldet CnEVPost.
Die Lösung ist eine mechanische. Der vordere Panoramabildschirm des Li Mega lässt sich einzeln ausbauen und ersetzen. Der Vorgang dauere etwas mehr als 10 Minuten, sagte Tang.
Ab dem 1. März 2027 will Li Auto die betroffenen Kunden in der Reihenfolge ihrer Auslieferung kontaktieren. Dann soll der kostenlose Austausch gegen das ursprüngliche OLED-Panel folgen. Das Unternehmen versichert, der Tausch hinterlasse keine Schäden und keine Spuren und beeinträchtige weder die Fahrzeugqualität noch den Wiederverkaufswert. Für Käufer, die wegen des Samsung-Panels bestellt haben, ist das eine lange Wartezeit. Wie viele Fahrzeuge in das Fenster fallen, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.
Vor dem Stopp stiegen die Auslieferungen
Die Störung trifft eine Erholung mitten im Aufschwung. Am 1. November meldete Li Auto, im Oktober seien mehr als 3.000 Fahrzeuge des neuen Li Mega ausgeliefert worden, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Im September waren es laut der Übersicht von CnEVPost auf Basis von Unternehmens- und CPCA-Daten 2.318 Fahrzeuge.
Der Li Mega der neuen Generation kam am 2. September auf den Markt. Er wird nur als Home-Version für 509.800 Yuan (75.920 Dollar) verkauft, 50.000 Yuan weniger als die bisherige Home-Version, berichtet CnEVPost.
Bauteilmangel gibt es nicht nur im Auto. Im Raumfahrtbereich teilte ESI Motion am 30. Oktober mit, Solar Array Drive Electronics an Lockheed Martin zu liefern. Die Teile dienen den Programmen der Proliferated Warfighter Space Architecture der Space Development Agency und basieren auf den Motorsteuerungen SuperNova und Pulsar des Unternehmens, meldet SpaceNews.
Dieselbe Woche zeigte, dass Lieferprobleme auch absichtlich entstehen können. Chainalysis meldete am Freitag, 30. Oktober, ein externer Akteur habe mit "offensiven agentischen Techniken" auf interne Werkzeuge zugegriffen. Bei dem Angriff wurden Nutzer-IDs, vollständige Namen, E-Mail-Adressen und Rollenbezeichnungen der Organisation offengelegt, nicht aber Inhalte von Untersuchungen, Zugangsdaten oder Session-Token, berichtet The Hacker News. Das Unternehmen erklärte, es schließe Sicherheitslücken und härte seine Systeme.
Die breitere Versorgungslage
Die Lieferketten für Arzneimittel und Medizinprodukte bleiben angespannt. Der Pharmalot-Newsletter von STAT griff am 2. November einen Bericht des International Consortium of Investigative Journalists auf. Merck (außerhalb der USA MSD), Eli Lilly, Novartis und AstraZeneca zahlten zwischen 2020 und 2023 zweistellige Millionenbeträge an Zwischenhändler in Russland. Berichte von Whistleblowern legen "überhöhte" Prämien für R-Pharm und andere Mittelsmänner nahe, während gegen diese wegen mutmaßlicher Preisabsprachen oder wettbewerbswidrigen Verhaltens ermittelt wurde.
Das Handelsblatt berichtete am 2. November, der Markt für Menopause-Produkte sei laut PwC bereits rund 15 Milliarden Dollar schwer. Die privaten Investitionen wuchsen in den vergangenen fünf Jahren um 15 Prozent pro Jahr auf 1,7 Milliarden Dollar. PwC erwartet bis 2030 ein jährliches Wachstum von acht bis zehn Prozent; dann sollen weltweit 1,2 Milliarden Frauen in den Wechseljahren sein.
Auf der Forschungsseite untersuchten zwei am 29. Oktober eingereichte arXiv-Papiere, ob Sprachmodelle die Überwachung ihrer Gedankenkette steuern oder erkennen können. Keine der beiden Arbeiten klärt etwas über Autos. Beide deuten in dieselbe Richtung wie der Fall Li Mega: Die sichtbaren Teile eines Systems sind nicht immer die Teile, die die Arbeit tun.
Quellen
7- 01Li Auto's Mega faces Samsung OLED screen shortage as deliveries reboundEN
- 02Pharmalittle: We're reading about payments to Russian middlemen, a possible Dupixent rival, and moreEN
- 03Pharma: Das zweifelhafte Milliardengeschäft mit Frauen in den WechseljahrenEN
- 04Chainalysis Confirms Intrusion Into Internal Tools and Exposure of Customer Identity DataEN
- 05ESI supplying solar array components to missile defense programsEN
- 06The First Few Tokens Matter: Understanding Chain-of-Thought ControllabilityEN
- 07Opening the Box Changes the Cat: LLMs Detect Chain-of-Thought Monitoring - What now?EN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
Kommentare
0- Noch keine Kommentare — seien Sie der Erste.