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NASA öffnet die Frage nach der Hubble-Wartung erneut, während Swift zur Erde fällt

Die NASA hat die Industrie am 29. Oktober um Ideen für die Wartung des Hubble-Weltraumteleskops gebeten, darunter auch das Anheben seiner Umlaufbahn, wie Space.com am 3. November berichtete. Der Aufruf fällt in dieselbe Woche, in der ein gescheiterter Rettungsversuch damit endet, dass ein Teleskop unkontrolliert in die Atmosphäre stürzt.

WissenschaftAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 4. November 20264 Min. LesezeitQuellen 28
NASA öffnet die Frage nach der Hubble-Wartung erneut, während Swift zur Erde fällt

Die NASA öffnet die Wartungsfrage erneut

Die Ausschreibung fragt, was „In-Space-Servicing“ für Hubble leisten könnte. Zu den Optionen gehört, die Umlaufbahn des Teleskops anzuheben, die wegen des Luftwiderstands sinkt, oder eine Mission, die seine Fähigkeiten erweitert.

Das Dokument lässt auch das Gegenteil zu. Die NASA nannte unter den Szenarien, die die Industrie ansprechen kann, einen „sicheren, kontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre oder die Entsorgung im Orbit am Ende der Hubble-Mission“.

Jared Isaacman, seit Dezember 2025 NASA-Administrator, sagte in einer Erklärung der Behörde vom 30. Oktober, der wissenschaftliche Ertrag von Hubble bedeute, dass die Behörde „jede vernünftige Möglichkeit prüfen sollte, es so lange wie möglich im Einsatz zu halten“. Auf X ergänzte er, es sei „immer noch wert, die Optionen zu prüfen“, und wies darauf hin, dass die NASA zuvor eine deutlich günstigere Lösung erwogen habe. Eine Wartungsmission müsse gegen die Kosten für den Start eines Ersatzteleskops abgewogen werden, sagte Isaacman.

Das ist eine Kehrtwende. 2022 hatte Isaacman, damals ein milliardenschwerer Tech-Unternehmer, vorgeschlagen, mit SpaceX-Hardware eine Wartungsmission zu Hubble zu fliegen. Die NASA lehnte ab und verwies auf mögliche Risiken für ein gesundes Observatorium.

Die Bilanz von Hubble ist der Grund, warum die Frage immer wiederkehrt. Seine Beobachtungen trugen zu dem Nachweis bei, dass sich die Ausdehnung des Universums beschleunigt, wofür es einen Nobelpreis gab.

Warum sich eine Debatte über Hubble noch lohnt

Hubble ist noch kein Museumsstück. Astronomen beantragen jedes Jahr etwa siebenmal so viel Beobachtungszeit, wie verfügbar ist, teilte die NASA im September mit. Seine Beobachtungen stützen mindestens 23.000 wissenschaftliche Arbeiten, nach Angaben der Behörde.

Es kommt laufend neue Wissenschaft hinzu. Ein Team hat mit 14 Jahren Hubble-Daten den Cat's Tail verfolgt, eine Struktur, die sich von der Trümmerscheibe um Beta Pictoris in 63 Lichtjahren Entfernung erstreckt. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sie wahrscheinlich bei der Kollision zweier Pluto-großer Körper entstanden ist. Hubble und Webb fanden zudem 27 bislang unbekannte transneptunische Objekte, als sie dasselbe Himmelsareal beobachteten, in der bisher tiefsten Durchmusterung dieser Region.

Das Teleskop startete im April 1990 mit der Europäischen Weltraumorganisation als Partner. Shuttle-Astronauten warteten es fünfmal, zuletzt 2009.

Die Frist ist der Luftwiderstand

Laut NASA wird Hubble 2033 oder 2034 von selbst in die Erdatmosphäre eintreten. Ein Wartungsversuch müsste daher 2032 fliegen.

Die Ausschreibung verpflichtet niemanden zu etwas. Die NASA hat nicht gesagt, was eine Wartungsmission kosten oder welche Firma sie fliegen würde. Der jüngste Preismaßstab für einen kommerziellen Orbit-Boost sind die 30.000.000 Dollar, die die NASA für den Swift-Versuch bereitstellte.

Swift zeigt, wie eine Rettung scheitern kann

Dieser Versuch hat nicht funktioniert. Die NASA arbeitete mit Katalyst Space Technologies an einer Mission, um die Umlaufbahn des Neil Gehrels Swift Observatory anzuheben, das ebenfalls zur Erde sank. Das LINK-Raumfahrzeug von Katalyst startete im Sommer erfolgreich, aber Steuerungsprobleme verhinderten das Zusammentreffen mit Swift.

Swift erreichte am 20. Oktober bei 275 Kilometern den Punkt ohne Umkehr und wurde abgeschaltet. Im Juni waren es noch etwa 340 Kilometer.

Es hat keinen Antrieb mehr. Das Observatorium kann sich nicht selbst anheben oder zu einer kontrollierten Landung steuern. Es startete 2004, lief 22 Jahre gegenüber einer vorgesehenen Lebensdauer von zwei Jahren und entdeckte mindestens 1.400 Supernovae. Das 1,5 Tonnen schwere Raumfahrzeug, etwa so groß wie ein Kleinbus mit Solarpaneel-Flügeln, bewegt sich jetzt mit rund 8 Kilometern pro Sekunde.

Die Vorhersagen weichen weiter voneinander ab. Das von der NASA finanzierte Programm SWORD nannte den Wiedereintritt für etwa 4:37 Uhr AEDT am 4. November, mit einigen Stunden Spielraum, während die Aerospace Corporation 20:11 Uhr AEDT angab, mit 12 Stunden Spielraum. Swifts Umlaufbahn bleibt innerhalb von etwa 21 Grad um den Äquator, ein Gürtel, der überwiegend Ozean ist, aber bewohnte Teile Afrikas, Süd- und Südostasiens sowie Lateinamerikas kreuzt.

Brad Tucker von der Australian National University nannte die Wahrscheinlichkeiten nüchtern. „Wenn 70 Prozent der Erde Ozean sind, sind 30 Prozent Land“, sagte er. „Also landet es drei von zehn Malen auf Land, nicht im Ozean“.

Swift ist auch Teil eines Trends. Darren McKnight von LeoLabs sagte Space.com, dass jedes Jahr zehnmal so viele Objekte wiedereintreten wie vor fünf Jahren. Dean Sladen von Accu Components sagte, das Ende komme meist innerhalb von Minuten, sobald ein Satellit auf etwa 120 Kilometer sinke, wobei der größte Teil des Körpers schmelze und verdampfe. Die sechs schweren Reaktionsräder und robustere Teleskopteile könnten die Oberfläche erreichen, sagte er.

Wie es weitergeht

Der Landepunkt bleibt bis zu den letzten Umläufen ungewiss.

Bei Hubble liegt der nächste Schritt bei der NASA. Die Behörde hat kein Datum genannt, an dem sie zwischen Anheben und Entsorgung entscheidet, und nicht gesagt, wer das eine oder das andere bezahlen würde.

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Quellen

28
  1. 01NASA asks industry for ideas about saving Hubble Space TelescopeEN
  2. 02NASA's Swift space telescope predicted to crash back to Earth tomorrowEN
  3. 03Hubble Telescope sees cosmic 'cat's tail' that could wrap around Earth and the sun 500 timesEN
  4. 04NASA's Hubble and Webb discover ancient worlds that remember their pastEN
  5. 05NASA's Swift space telescope is about to crash to Earth. Where will it fall?EN
  6. 06 James Webb Space Telescope uncovers new clues about the origins of 'interstellar invader' comet 3I/ATLAS EN
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Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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