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NASAs Swift-Teleskop tritt in die Erdatmosphäre ein, während die Treibstofffrage bei Artemis offen bleibt

Das Swift-Observatorium der NASA soll am Mittwoch in die Erdatmosphäre eintreten, fast 22 Jahre nach dem Start. Ein Rettungsversuch mit dem Link-Raumfahrzeug scheiterte, wie The Verge am 3. November berichtete.

WeltAnalyseDr. Miriam SeidelVeröffentlicht: 3. November 20264 Min. LesezeitQuellen 8
NASAs Swift-Teleskop tritt in die Erdatmosphäre ein, während die Treibstofffrage bei Artemis offen bleibt

Das Teleskop wiegt rund 3.200 Pfund und misst 5,6 Meter in der Höhe und 5,4 Meter in der Breite. Ein großer Teil dieser Spannweite entfällt auf die ausklappbaren Solarzellenflächen. Die NASA beziffert das Risiko, dass am Boden jemand zu Schaden kommt, auf etwa 1 zu 2.100. Überlebende Trümmerteile bleiben zwischen 20,6 Grad südlicher und 20,6 Grad nördlicher Breite. Das liegt an der geringen Bahnneigung von Swift, heißt es in der Erklärung der Behörde, aus der The Verge zitiert.

Der Zeitpunkt liegt bei etwa 3:30 Uhr ET, mit einer Schwankung von 11 Stunden. Das ist der unsicherste Teil eines ansonsten feststehenden Ausgangs.

Zwei Termine in derselben Woche, zwei verschiedene Arten von Zustimmung

Swift überlebte seine ursprüngliche Hauptmission von zwei Jahren, in der es den Ursprung von Gammastrahlenausbrüchen untersuchen sollte. Danach wurde es zu einem Mehrzweckobservatorium für mehrere Wellenlängen, bevor Sonnenstürme es in eine niedrigere Umlaufbahn zogen. Die Behörde gab den Versuch, es wieder anzuheben, Anfang des Jahres auf. Das Link-Raumfahrzeug hatte Probleme mit der Lageregelung. Das ist ein stilles Eingeständnis, wie dünn die Optionen sind, wenn ein Satellit seine Umlaufbahn verliert und kein eigener Schlepper bereitsteht. In derselben Woche gab es eine zweite Nachricht über Raumfahrttechnik, diesmal mit einem unternehmerischen statt einem astronomischen Anlass.

Die Aktionäre von Churchill Capital Corp XI stimmten auf einer außerordentlichen Versammlung am 2. November einer Fusion mit Agility Robotics zu. Mehr als 84 Prozent der abgegebenen Stimmen waren dafür, wie The Robot Report berichtet. Der Abschluss der Transaktion wird für den 4. November erwartet. Das fusionierte Unternehmen soll ab dem 5. November unter dem Kürzel AGLT an der Nasdaq gehandelt werden. Die Aktie von Churchill schloss am Tag der Abstimmung fast 14 Prozent höher.

Das Kapitalbild ist kleiner als zunächst angekündigt. Die Transaktion soll nun etwa 465.000.000 Dollar Bruttoerlös vor Kosten einbringen. Das ist weniger als die mehr als 620.000.000 Dollar, die bei der Ankündigung der Fusion im Juni erwartet worden waren. Die revidierte Summe teilt sich auf in rund 164.000.000 Dollar aus dem Treuhandkonto von Churchill, 201.000.000 Dollar aus einer von Foxconn angeführten PIPE und 100.000.000 Dollar an Eigenkapital, das Agility nach der SPAC-Ankündigung eingesammelt hat. Die ursprüngliche Transaktion bewertete Agility mit einem Pre-Money-Eigenkapitalwert von 2.500.000.000 Dollar.

Die Digit-Roboter von Agility arbeiten bereits in neun Kundenumgebungen. Das Unternehmen gibt an, mehr als 300.000.000 Dollar an verbindlichen Mehrjahresbestellungen für seine nächste Generation Digit 5 zu haben, die im September vorgestellt wurde. The Robot Report weist darauf hin, dass es sich um den Bestellwert handelt, nicht um Umsatz, und dass die Aufträge weiterhin an vertragliche Meilensteine gebunden sind.

Artemis hängt an einer Zahl, über die niemand einig ist

Weiter in der Zukunft steht die bemannte Mondlandung von Artemis IV noch immer auf einer Treibstoffzahl, die sich seit fünf Jahren bewegt. Space.com berichtete am 3. November, dass eine Prüfung des Government Accountability Office aus dem Jahr 2021 bis zu 16 Betankungsflüge der Starship geschätzt habe. Ein Mitglied des Aerospace Safety Advisory Panel nannte Anfang des Jahres einen Wert von bis zu 22. Elon Musk antwortete auf X, es seien eher sechs oder acht. Die NASA hat eine Grafik veröffentlicht, die die Reihenfolge der Operationen darlegt. Die Zahl der Tankerflüge bleibt ungeklärt.

Ars Technica argumentierte am 30. Oktober, SpaceX brauche die NASA nicht mehr, und das sei ein Problem für die Behörde. Zusammen mit dem Wiedereintritt von Swift ergibt das ein unbehagliches Muster. Das zivile Raumfahrtprogramm verliert Anlagen, die es nicht ersetzen kann. Sein größtes bemanntes Programm hängt von einem Partner ab, dessen Anreize sich verschoben haben.

Die kommerzielle Raumfahrt dringt unterdessen in benachbarte Märkte vor. TechCrunch meldete am 2. November unter Berufung auf die Washington Post, SpaceX wolle Boost Mobile von EchoStar kaufen. Musk sprach im Oktober direkt mit EchoStar-Chef Charlie Ergen. EchoStar hat etwa 7.500.000 Kunden bei Boost Mobile und Gen Mobile. Boost mietet Kapazitäten von AT&T und T-Mobile, statt eigene Sendemasten zu besitzen. Diese Netzmietverträge sind laut den Quellen der Post meist nicht übertragbar, sodass die Mobilfunknetzbetreiber weiterhin ein Vetorecht haben könnten.

Auf der politischen Seite berichtete Tom's Hardware am 2. November, dass ein Rechenzentrum von Google in Minnesota genehmigt wurde. Proteste verzögerten die Abstimmung des Rats zweimal. Das Unternehmen verkleinerte das Projekt und verzichtete auf einen Antrag auf Steuererleichterung von 80.000.000 Dollar. Tom's Hardware meldete am selben Tag auch, dass ein Richter es ablehnte, eine Klage wegen der Umweltverschmutzung durch ein Rechenzentrum von xAI in Mississippi abzuweisen. Der Richter entschied, dass die Gasturbinen nicht vom Clean Air Act ausgenommen sind.

Nichts davon ist eine Haushaltslinie einer Raumfahrtbehörde. Es ist das Umfeld, in dem diese Haushalte heute geschrieben werden.

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Quellen

8
  1. 01A truck-sized NASA space telescope is about to crash to EarthEN
  2. 02Churchill Capital XI shareholders approve $2.5B Agility Robotics humanoid SPACEN
  3. 03Do we know how many Starship launches SpaceX will need to get NASA astronauts to the moon? No.EN
  4. 04SpaceX No longer needs NASAEN
  5. 05SpaceX reportedly wants to buy Boost Mobile to compete with AT&T, T-Mobile, and VerizonEN
  6. 06Google data center wins approval in Minnesota after protests delay council vote twiceEN
  7. 07SpaceX loses bid to dismiss lawsuit over xAI data center pollutionEN
  8. 08SpaceX loses bid to toss NAACP lawsuit over Memphis data center air pollutionEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Dr. Miriam Seidel

Dr. Miriam Seidel

Wirtschaft, Business und Welt

Dr. Miriam Seidel schreibt für FLASH24 über Wirtschaft, Weltpolitik und Konjunktur und stützt sich dabei auf Geschäftsberichte, Notenbankdaten und Handelsregisterauszüge, statt auf Pressemitteilungen zu warten. Sie prüft Bilanzen Zeile für Zeile, gleicht Kennzahlen mit Vorquartalen ab und rechnet Wachstumsraten selbst nach. Für ihre Analysen spricht sie mit Analysten, verfolgt die Quartalszahlen der Tech-Konzerne und wartet auf die Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts. Dass sie privat Bilanzen von Tech-Konzernen liest und Lastenräder testet, passt zu ihrer Deck: Kapitalströme und Stadtverkehr prüft sie mit derselben Genauigkeit. Sie veröffentlicht keine Zahlen, deren Quelle sie nicht selbst eingesehen hat.

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