Nikes Prognose für das Geschäftsjahr 2027 zeigt einen stärkeren Umsatzrückgang als das erste Quartal
Nike meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres am 1. Oktober einen Gewinn von 48 Cent je Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von 43 Cent, während der Umsatz um 4% auf 11,21 Milliarden Dollar fiel [6][8]. Dieselbe Mitteilung sagte für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich voraus [8].

Ein Gewinnplus, das aus den Kosten kommt
Nike verdiente im ersten Quartal des Geschäftsjahres 48 Cent je Aktie [6][8]. Das lag über der Konsensschätzung von 43 Cent, aber unter den 49 Cent des Vorjahres [6][8]. Der Umsatz von 11,21 Milliarden Dollar verfehlte die von Analysten erwarteten 11,32 Milliarden Dollar und sank um 4% [6][8].
Die Bruttomarge stieg um 60 Basispunkte auf 42,8%. Das Unternehmen führt das auf günstigere Lager- und Logistikkosten zurück, nicht auf höhere Preise [6][8]. Die operativen Gemeinkosten fielen um 6% auf 2,7 Milliarden Dollar [8]. Das Betriebsergebnis blieb unverändert [8].
Das ist eine Kostengeschichte, keine Nachfragegeschichte. Die jüngsten Zahlen zeigen, wie viel von Nikes Gewinn inzwischen aus Posten unterhalb der Umsatzlinie stammt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 lag die Bruttomarge bei 40,2%, 130 Basispunkte niedriger wegen der Zölle in Nordamerika [3]. Die 0,72 Dollar Gewinn je Aktie im vierten Quartal stützten sich auf eine IEEPA-Zollerstattung von 986 Millionen Dollar; ohne sie lag der Gewinn bei 0,20 Dollar je Aktie [5][7].
Die Zölle bleiben ein laufender Kostenfaktor. Im Oktober 2025 erklärte das Unternehmen, Abgaben würden im Geschäftsjahr 2026 1,5 Milliarden Dollar und 1,2 Prozentpunkte der Bruttomarge kosten, nach einer früheren Prognose von 1 Milliarde Dollar und 0,75 Punkten [2].
Die Anleger bewerteten das Quartal als wenig überzeugend. Die Aktie fiel am 1. Oktober nachbörslich um rund 8% [6] und schloss am 2. Oktober bei 33,87 Dollar, nachdem sie 31,97 Dollar erreicht hatte, den tiefsten Stand seit 13 Jahren [9].
Die Prognose ist die eigentliche Nachricht
Die Zahl, die den Kurs bewegte, stand nicht im Quartal. Nike sagte für das Geschäftsjahr 2027 einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich voraus, was für den Rest des Jahres einen Rückgang von rund 10% bedeutet [8].
Die Prognose fiel schlechter aus als das Quartal selbst [8]. Das Management erklärte, das Betriebsergebnis werde stärker sinken als der Umsatz, und nannte einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,15 bis 1,35 Dollar gegenüber den 1,67 Dollar, die Analysten modelliert hatten [8]. Kürzungen des Angebots bei Jordan Brand, Nike Sportswear und Greater China dürften das Geschäft bis 2028 belasten [8].
Die Analysten hatten bereits gesenkt. Die Konsensschätzung für den Gewinn im Geschäftsjahr 2027 fiel von 1,82 Dollar vor neunzig Tagen, mit fünf Abwärtskorrekturen in den vergangenen 30 Tagen [5]. Die Bank of America stufte die Aktie wegen des Absatzrisikos auf Underperform herab, Jefferies hielt an einem Buy-Rating fest in der Hoffnung, dass sich die Großhandelskanäle stabilisieren [7].
Bis Ende September lag die Aktie im Jahresverlauf mehr als 40% im Minus [7]. Damit stand sie nahe ihrem tiefsten Stand seit 2013 [7].
Wohin der Umsatz verschwunden ist
Greater China verursachte den größten Teil des Schadens. Der Umsatz dort fiel um 22% auf 1,18 Milliarden Dollar, bereinigt um Währungseffekte um 26%, und das Ergebnis der Region vor Zinsen und Steuern sank um 34% auf 248 Millionen Dollar [6].
Jordan Brand macht 13% des Geschäfts aus und ging um einen mittleren zweistelligen Prozentbetrag zurück [6][9]. Nike Sportswear, knapp die Hälfte des Umsatzes, fiel um einen niedrigen zweistelligen Prozentbetrag [6][9]. Der Umsatz mit Dunk sank um fast 50%, und die geplanten Kürzungen bei dem Sneaker erklären einen Teil des Rückgangs bei Sportswear [6].
"Ich denke, Jordan ist derzeit ein operatives Problem", sagte der CFRA-Research-Analyst Zachary Warring [6]. Er erwartet, dass sich die Marke in den kommenden Quartalen stabilisiert [6]. Das ist später, als CFRA angenommen hatte [6].
Es gab Bereiche mit Wachstum. Der Großhandel in Nordamerika stieg im vorangegangenen Quartal um 10%, und das Umsatzwachstum bei Foot Locker wurde zum ersten Mal seit vier Jahren positiv [5]. Nike verkaufte für die Weltmeisterschaft 2,5-mal so viele Trikots der Nationalteams wie zum gleichen Zeitpunkt 2022 [5]. Das Laufgeschäft wächst seit fünf Quartalen in Folge zweistellig [5].
Tempo und was es kostet
Die nächste Phase hat einen Namen. Pace zielt bis zum Geschäftsjahr 2031 auf Einsparungen von insgesamt rund 2,5 Milliarden Dollar und bringt im gleichen Zeitraum voraussichtlich rund 1 Milliarde Dollar an Vorsteuerbelastungen mit sich [6]. Die Stellenstreichungen beginnen 2027, die dritte Kürzungsrunde in diesem Jahr [6].
Unter Pace gliedert sich das Unternehmen in drei Regionen: Amerika, Asien-Pazifik sowie Europa, Naher Osten und Afrika [8]. Der frühere Plan Win Now hatte bereits rund 8.000 Mitarbeiter in nach Sportarten geordnete Teams verschoben [5]. Der Umsatz ist bislang nicht gefolgt [8].
In der Zwischenzeit trägt die Bilanz die Last. Die Dividendenrendite von Nike hat 4,8% erreicht, den höchsten Wert im Dow Jones Industrial Average, nach 24 Jahren in Folge mit Erhöhungen [9]. Die in den vergangenen zwölf Monaten gezahlten Dividenden überstiegen den freien Cashflow je Aktie, so eine Analyse von Motley Fool, die die Ausschüttungsquote als Risiko bezeichnet, falls sich der Trend fortsetzt [9].
Wie es weitergeht
Nike hat die Details für November versprochen [5][8]. Der Investor Day findet am 16. und 17. November statt [5][8]. Der Umsatz im zweiten Quartal werde langsamer wachsen als im ersten, hat das Management gewarnt [5].
Auch auf der Finanzseite ändert sich etwas. Matt Friend verlässt die Rolle des Finanzvorstands nach fast 18 Jahren, David Denton wurde als sein Nachfolger benannt [5][7].
Einige Händler haben Bestellungen für Nikes Produkte für das Frühjahr 2027 gekürzt oder storniert, sagte der Evercore-ISI-Analyst Michael Binetti [7]. Das würde die Erholung noch weiter nach hinten verschieben [7].
Nike hat nicht gesagt, wann der Umsatz seinen Tiefpunkt erreicht [8]. Der Investor Day ist die nächste Gelegenheit, es zu sagen.
Quellen
15- 01Nike prices are rising one year into CEO Elliott Hill's turnaround plan. Tariffs are part of the story - CNBCEN
- 02Nike Reports Flat Q3 Revenue and Lower Earnings Amid Mixed Turnaround Signals - MLQ.aiEN
- 03Live: Will Nike Crush Q1 Earnings Tonight After a 2% Intraday Pop?EN
- 04Nike Earnings Explained: Why a Profit Beat Cannot Hide Shrinking SalesEN
- 05Nike Q1 Earnings Preview: Can Transformation Reach an Inflection Point? Highest Wall Street Target at $75EN
- 06Nike Just Reported Earnings. Here's What Investors Need to Know.EN
- 07Nike's Dividend Yield Surges to a Record 4.8%. Is the Dow Component the Ultimate Turnaround Dividend Stock or a Yield Trap?EN
- 08Nike Earnings: China Weakness and Tariffs Overshadow Progress - MorningstarEN
- 09Does a Quarterly Beat Reignite Nike's (NYSE:NKE) Turnaround?EN
- 10Nike Just Reported Earnings. Here's What Investors Need to Know.EN
- 11Tesla cuts FSD’s speed margin from 50% to 10% over the limit in EuropeEN
- 12Tesla wins trade zone status for Texas Megapacks, but China tariffs stayEN
- 13AMD Q3 2026 Earnings Data Center Growth Drives Record QuarterEN
- 14Podcast: Rivian earnings, Waymo partners with Toyota, Ford bets on V2H for Fathom, and moreEN
- 15China’s optical suppliers extend sell-off as fears of slower AI growth trump upbeat earningsEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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