Pflegekräfte am Providence Santa Rosa Memorial streiken zwei Tage für Lohn und Besetzung
Rund 795 Pflegekräfte der Staff Nurses Association haben am Dienstag, 27. Oktober, um 5 Uhr morgens einen zweitägigen Streik begonnen. Es geht um Bezahlung, Pausenvertretung und Altersvorsorge am einzigen Level-II-Traumazentrum der Region.

Zweitaegiger Ausstand an einem regionalen Traumazentrum
Der Streik soll am Mittwoch, 28. Oktober, um 17 Uhr enden. Providence teilte am 21. Oktober mit, Ersatzpflegekraefte unter Vertrag genommen zu haben, und der Ausstand werde den laufenden Betrieb nicht beeintraechtigen.
Gewerkschaftspraesident Peter Brackner sagte dem Press Democrat, die Gewerkschaft vertrete 795 examinierte Pflegekraefte im Krankenhaus, und 98% der Abstimmenden haetten den Ausstand genehmigt. Das Haus ist laut KQED das einzige ausgewiesene Level-II-Traumazentrum fuer die Countys Sonoma, Mendocino, Lake, Napa und Marin und versorgt diese Region rund um die Uhr mit kritischen, lebensbedrohlichen Verletzungen und Notfaellen.
Brackner sprach am Dienstag vom Streikposten. "It's on fire here", sagte er zu KQED. "Es war einfach voll, und die Pflegekraefte freuen sich, sich gegenseitig zu unterstuetzen. Heute ist viel Energie da. Viele Schilder, viel Essen."
Vertrag ausgelaufen, Gespraeche stocken
Der Vertrag, urspruenglich im September 2023 unterzeichnet und seit Oktober 2023 in Kraft, lief am 30. September 2026 aus, berichteten KQED und der Press Democrat.
Die Gespraeche begannen Anfang August und brachten es ueber zehn Sitzungen zu keiner Einigung, meldete der Press Democrat. Die Gewerkschaft reichte einen Tag nach Ablauf des Vertrags eine Beschwerde wegen unfairer Arbeitspraktiken beim National Labor Relations Board ein. Darin heisst es, Providence habe keine Informationen zum wirtschaftlichen Angebot vorgelegt, auch nicht zu den Loehnen, damit die Gewerkschaft angemessen Zeit fuer eine Antwort habe.
Brackner sagte, die Gewerkschaft habe einen Bundesvermittler verlangt, und ein Vermittler habe mitgeteilt, Providence stimme der Anwesenheit eines Vermittlers noch nicht zu. Providence erklaerte, die Gewerkschaft habe die Bundesvermittlung in der juengsten Sitzung angesprochen, und das Krankenhaus habe sofort zugestimmt, sie anzustreben. Innerhalb von Stunden nach dieser Zusage habe die Gewerkschaft eine zehntaegige Streikankuendigung verschickt, so Providence weiter; waehrend der zehn Sitzungen habe die Gewerkschaft keine Bewegung in Richtung Streik erkennen lassen. Brackner sagte, die Geschaeftsfuehrung habe am Verhandlungstisch nie formell einem Vermittler zugestimmt.
Brackner sagte, Providence habe der Gewerkschaft in einer Phase "a max of six hours for negotiation" gegeben, was er "precious little time" nannte. Providence gab an, Beginn und Ende der Verhandlungssitzungen seien einvernehmlich festgelegt worden.
Die Lohngespraeche standen nach Angaben des Krankenhauses noch ganz am Anfang. "A strike notice at this point in the bargaining process is unfortunate and unusual", hiess es in der Erklaerung vom 21. Oktober.
Lohn, Pausen und Altersvorsorge
Die Gewerkschaft listet mehrere geplante Kuerzungen auf: hoehere Kosten fuer Sozialleistungen, geringere Zuschlaege fuer die Nachtschicht, weniger bezahlter Urlaub und die Streichung des Arbeitgeberbeitrags zur Altersvorsorge nach 401(a). Die Gewerkschaft sagt zudem, das Krankenhaus wolle nicht gewerkschaftlich organisierte Reisekraefte gegenueber den Mitgliedern bevorzugen, was nach Brackners Worten weniger Stunden fuer das aktuelle Personal bedeutet.
Brackner sagte, die Pflegekraefte am Santa Rosa Memorial verdienten rund 10% weniger als bei Sutter und deutlich weniger als bei Kaiser. Ausserdem bekaemen sie 24 Stunden oder mehr bezahlten Urlaub im Jahr weniger als in manchen Vergleichskrankenhaeusern, sagte er.
Er sagte auch, das Krankenhaus stelle keine eigenen Pausenvertretungen ein, sodass das Dienstpersonal nicht wegtreten koenne, und er nannte das ein Problem fuer die Patientensicherheit. "You want rested nurses, and you want someone to be able to cover those breaks, taking care of patients", sagte er. "Our nurses actually take care of very high-acuity patients."
Die Gewerkschaft fordert ausserdem mehr Hilfspersonal, damit Patienten schneller verlegt werden und Pausen der Pflegekraefte abgedeckt werden koennen. "We're working with minimal staff most of the time", sagte Brackner.
Brackner sagte, Providence habe der Gewerkschaft mitgeteilt, das Krankenhaus habe seit sechs Jahren keinen Gewinn gemacht, und die Geschaeftsfuehrung habe gesagt, die Pflegekraefte "will have to right the ship". Rund 100 weitere Beschaeftigte des Krankenhauses, vertreten durch die National Union of Healthcare Workers, handelten 2025 einen Dreijahresvertrag aus, der auch das Petaluma Valley Hospital umfasste und Lohnerhoehungen von 11%-14.75% brachte, berichtete der Press Democrat. Brackner sagte, die Gewerkschaft wolle wettbewerbsfaehige Leistungen. "If the benefits are so much better at these other hospitals, it's going to be hard to do that", sagte er mit Blick darauf, Pflegekraefte in Santa Rosa zu halten.
Was nach dem Streikposten kommt
Providence teilte mit, das Verhandlungsteam freue sich darauf, nach dem Ende des Streiks an den Verhandlungstisch zurueckzukehren. Das Krankenhaus vertritt die Auffassung, dass Ausstaende keine Tarifvertraege zustande bringen. "They delay them and keep caregivers from getting the pay and benefits enhancements they deserve", hiess es in der Erklaerung.
Quellen
7- 01Providence Santa Rosa Memorial Hospital nurses call two-day strike after contract expiresEN
- 02Hundreds of Nurses Strike at Providence Santa Rosa Memorial Hospital Over Wages, StaffingEN
- 03Santa Rosa Memorial Nurses Walk Out Over Pay, Breaks, and Vanishing Retirement PlanEN
- 042026 Nurse Strikes: Complete List of Active and Planned StrikesEN
- 05Santa Rosa Memorial Hospital Nurses Authorize Two-Day StrikeEN
- 06Shallow Encoding Emits Deep MemoriesEN
- 07NIST Report Provides Guidelines for Transition to Post-Quantum Cryptography StandardsEN
Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.
Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.
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