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Swift-Teleskop stürzt am Mittwoch ab, während Ryugu-Proben alle fünf genetischen Buchstaben liefern

Das Swift-Observatorium der NASA soll am Mittwoch gegen 3:30 Uhr ET in die Atmosphäre eintreten, 22 Jahre nach dem Start, wie The Verge am 3. November berichtete. Eine am selben Tag veröffentlichte Studie in Nature Astronomy bestätigt alle fünf Nukleobasen in unberührten Proben des Asteroiden Ryugu.

WissenschaftAnalyseHanna VogtVeröffentlicht: 3. November 20265 Min. LesezeitQuellen 6
Swift-Teleskop stürzt am Mittwoch ab, während Ryugu-Proben alle fünf genetischen Buchstaben liefern

Am 3. November meldete The Verge, die NASA erwarte den Wiedereintritt des Swift-Observatoriums in die Erdatmosphäre am Mittwoch gegen 3:30 Uhr ET. Das Fehlerfenster liegt bei etwa 11 Stunden. Die Behörde hat den Rettungsversuch aufgegeben, den sie Anfang des Jahres unternommen hatte. Die Sonde Link, die das Teleskop anheben sollte, bekam Probleme mit der Lageregelung.

Swift ist nicht klein. Die NASA gibt etwa 3.200 Pfund an, dazu 5,6 Meter (18,4 Fuß) Höhe und 5,4 Meter (17,7 Fuß) Breite einschließlich der ausfahrbaren Solarpaneele. Der größte Teil der Sonde dürfte verglühen, einige Bauteile werden den Wiedereintritt aber wohl überstehen. Die eigene Erklärung der NASA, zitiert von The Verge, beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch auf der Erde zu Schaden kommt, auf etwa 1 zu 2.100. Wegen der geringen Bahnneigung des Teleskops beschränkt sie überlebende Fragmente auf einen Streifen zwischen 20,6 Grad südlicher und 20,6 Grad nördlicher Breite. Sonnenstürme drückten Swift laut The Verge auf eine niedrigere Umlaufbahn, und der Rettungsversuch scheiterte. Gebaut wurde das Teleskop für eine zweijährige Hauptmission zur Erforschung des Ursprungs von Gammastrahlenausbrüchen. Stattdessen diente es fast 22 Jahre lang als Mehrzweckobservatorium für mehrere Wellenlängen.

Warum die Umlaufbahn verfiel

So läuft es mit alternder Hardware. Die Mission überlebt den Plan, dann spielt die Umlaufbahn nicht mehr mit. NASA und die US Space Force wollen den Wiedereintritt weiter beobachten. Vorhersagen sollen im Blog der NASA aktualisiert werden.

Am selben Tag kam ein ganz anderes Ergebnis vom anderen Ende der Astronomie. Proben, die die Hayabusa2-Mission der JAXA im Jahr 2020 zurückgebracht hat, enthalten alle fünf Nukleobasen, die in DNA und RNA vorkommen, heißt es in einer Studie in Nature Astronomy, über die ScienceDaily am 3. November berichtete. Die Sonde Hayabusa2 lieferte 5,4 Gramm unberührtes Material ab. Die Forscher extrahierten organische Stoffe mit Wasser und Salzsäure, bevor sie die Messung vornahmen. Ein internationales Team hatte in diesen Proben bereits 2023 Uracil gemeldet. Die neue Arbeit bestätigt Adenin und Guanin sowie Cytosin, Thymin und Uracil, und zwar in ungefähr ähnlichen Mengen in den beiden untersuchten Proben.

Das Ergebnis steht nicht allein. ScienceDaily weist darauf hin, dass die Bennu-Proben der NASA im Jahr 2025 alle fünf Nukleobasen ergaben. Der Meteorit Murchison, der 1969 in Australien niederging, und der Meteorit Orgueil in Frankreich von 1864 hatten schon eine reiche Vielfalt organischer Verbindungen geliefert. Die asteroidalen Mutterkörper bewahren Material etwa 4.500.000.000 Jahre lang weitgehend unverändert auf. Es gibt eine chemische Besonderheit. Murchison ist an Purinen angereichert, während Bennu und Orgueil mehr Pyrimidine enthalten, und Ammoniak soll beeinflussen, welche Nukleobasen sich bilden. Keiner der beiden Berichte einigt sich auf eine einzige Erklärung für diese Aufteilung, und die Autoren der Arbeit behaupten hier auch keine.

Teleskope als Datenmaschinen

Zwischen dem abstürzenden Satelliten und der Asteroidenchemie liegt eine stillere Verschiebung darin, wie Teleskopzeit genutzt wird. HPCwire berichtete am 2. November, das SETI Institute und Breakthrough Listen hätten NVIDIAs Holoscan-Plattform am Allen Telescope Array in Nordkalifornien integriert. Der Aufbau erlaubt es Software-Agenten, das Instrument zu steuern, eingehende Daten zu korrigieren und Modelle auf dem Datenstrom auszuführen, und zwar auf eine Anfrage in natürlicher Sprache hin. Die Bibliothek DAQIRI zieht Terabits pro Sekunde an Sensordaten direkt in den GPU-Speicher. CyberEther erledigt die Signalverarbeitung mit CUDA-X-Bibliotheken, und der Orchestrator Nexus dient als Rahmen für die Agenten. Das System verarbeitet 2,4 Terabits pro Sekunde auf NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell GPUs, die Inferenz läuft laut HPCwire vor Ort neben dem Instrument.

Andrew Siemion, Bernard-M.-Oliver-Lehrstuhlinhaber für SETI am SETI Institute und leitender Forscher von Breakthrough Listen, sagte in dem Bericht: "Wenn unsere neuen agentischen Observatorien ins Universum hinausgreifen, hat das, was sie finden, womöglich viel mehr mit ihnen selbst gemeinsam als mit den Menschen, die sie erschaffen haben." Die Pipeline hat nach Darstellung von HPCwire bereits die erste Echtzeit-Erkennung eines Pulsars durch KI erreicht, im Krebsnebel. Das Team prüft nun offene Modelle, darunter NVIDIA Nemotron, für Observatorien, die eines Tages auf der Rückseite des Mondes ohne Netzanschluss laufen könnten.

Entdeckungen kommen auch aus Archivdaten. Die Weltraumteleskope Hubble und James Webb der NASA fanden 27 bislang unbekannte transneptunische Objekte, wie ScienceDaily am 1. November berichtete, in der bislang tiefsten Durchmusterung dieser Population. Die Objekte leuchten mehr als 100.000.000 Mal schwächer als Dinge, die das bloße Auge sieht. Zwei verwandte Studien im Astronomical Journal fanden weniger kleine Körper als einige Theorien vorhergesagt hatten. Sie fanden außerdem Farben, die zu viel größeren Objekten in denselben Regionen passen. Hubble sammelte sichtbares Licht, Webb Infrarot, und beide beobachteten gleichzeitig denselben Himmelsausschnitt.

Weiter draußen berichtete WIRED am 1. November, Astronomen der Europäischen Südsternwarte hätten mit dem Very Large Telescope eine Trümmerscheibe um den Weißen Zwerg J1328-1450 gefunden, etwa 1.600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Scheibe hat zwei Gasringe, getrennt durch eine Lücke. Die Daten legen nahe, dass mindestens zwei überlebende planetare Körper sie formen könnten, einer wenige Kilometer groß und einer womöglich so groß wie Pluto oder der Mond. Dass es zwei getrennte Objekte sind, ist nicht bestätigt. Eine Alternative ist, dass die Struktur von verschiedenen Teilen eines einzigen Körpers stammt, etwa Kruste und Kern. Der Weg des Sterns über eine Roter-Riese-Phase zum Weißen Zwerg ist der, den die Sonne in etwa 5.000.000.000 Jahren voraussichtlich nehmen wird.

Für Robotikteams ist die Lehre aus schnellerer Entdeckung weniger romantisch. The Robot Report meldete am 1. November, VicOne habe mit KI-gestützter Recherche in weniger als zwei Tagen 28 Zero-Day-Funde in Software identifiziert, die physische KI trägt, darunter Projekte von Google, NVIDIA und Meta. Alle 28 wurden nach erster Prüfung als Zero-Day-Schwachstellen eingestuft. Die Zahl kann sich nach der Prüfung durch Hersteller und Schwachstellenbehörden ändern, und für einige gibt es noch keine CVE-Nummer. Die Daten von VicOne ordnen 75% der Funde Entwicklungs-, Trainings-, Simulations- oder Validierungswerkzeugen zu, also den Phasen vor dem Einsatz eines Roboters.

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Quellen

6
  1. 01A truck-sized NASA space telescope is about to crash to EarthEN
  2. 02All 5 genetic letters of DNA and RNA discovered in a 4.5-billion-year-old asteroidEN
  3. 03NVIDIA Describes Agent-Controlled Telescope WorkflowEN
  4. 04NASA's Hubble and Webb discover ancient worlds that remember their pastEN
  5. 05A Newly Discovered Trail of Cosmic Debris Illustrates How the End of the Solar System Could LookEN
  6. 0628 Zero-Day Findings in Less Than Two Days: What AI-Speed Discovery Means for RoboticsEN

Alle Zahlen und Zitate in diesem Text stammen aus den unten genannten Quellen.

Die Materialien wurden vom Redaktionsteam mit Unterstützung von KI erstellt.

Hanna Vogt

Hanna Vogt

Wissenschaft und Gesundheit

Hanna Vogt schreibt für FLASH24 über Wissenschaft und Gesundheit und stützt sich dabei auf Primärstudien, Behördenberichte und Rohdaten statt auf Pressemitteilungen. Bei Zahlen prüft sie Stichprobengrößen, Konfidenzintervalle und ob die zitierte Quelle die Aussage tatsächlich deckt. Für ihre Texte spricht sie mit Studienautorinnen, wartet auf Peer-Review-Fassungen und vergleicht Vorabdrucke mit der finalen Publikation. Dass sie privat Materialphysik verfolgt und mit eigenem Teleskop den Himmel beobachtet, erklärt, warum sie bei Messmethoden und Instrumenten genau nachfragt. Sie publiziert keine Ergebnisse, deren Datengrundlage sie nicht selbst eingesehen hat.

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