Xiaomi sucht in Sydney Personal für den Australien-Start 2028
Xiaomi hat in Sydney zwei Stellen ausgeschrieben, eine für einen leitenden Justiziar und eine für einen Produktmanager im Bereich Autofinanzierung. Damit bereitet das Unternehmen den Verkauf von Autos in Australien im Jahr 2028 vor. In Europa beginnt der Verkauf in der zweiten Hälfte von 2027.

Stellenanzeigen aus Sydney bereiten den Australien-Start vor
Xiaomi hat in den vergangenen Wochen zwei Stellenanzeigen auf LinkedIn veröffentlicht, beide mit Standort Sydney. Gesucht werden ein leitender Justiziar und ein Produktmanager für internationale Ratenfinanzierung. Wie WhichCar berichtet, zeigen die Anzeigen, dass der chinesische Telefonhersteller den Boden für eine eigene Präsenz vor Ort bereitet.
Laut den Anzeigen umfasst die Juristenstelle das australische Automobilgeschäft von Xiaomi, darunter Verkauf und After-Sales-Support, nationale und internationale Verträge sowie Beratung zum australischen Recht. Bei der Finanzstelle geht es um die Zusammenarbeit mit Banken und Leasinggesellschaften vor Ort und um den Aufbau des Rahmens für Autofinanzierungsprodukte im Ausland. Die Anzeige verlangt von der künftigen Kraft, Richtlinien für die "customised development, launch and iteration" dieser Produkte aufzustellen.
Preise für den australischen Markt und die dort angebotenen Modelle hat Xiaomi noch nicht genannt. ARY News berichtet, das Unternehmen wolle 2028 in Australien starten, bevor es in das Vereinigte Königreich, nach Japan und nach Neuseeland geht.
Erst Europa, Rechtslenker dann 2028
Xiaomis Exportplan beginnt in Europa. Dort startet der Verkauf in der zweiten Hälfte von 2027, nach neuen Händlervereinbarungen in Deutschland, wie ARY News meldet. Die Produktion von Rechtslenkern folgt 2028. Derzeit baut Xiaomi keine Fahrzeuge mit Rechtslenkung, berichtet WhichCar.
Die Vereinigten Staaten stehen nicht auf der Liste. Laut ARY News nennt Xiaomi einen Einfuhrzoll von 100 Prozent auf in China gebaute E-Autos und Softwareanforderungen als Gründe für den Verzicht. Notebookcheck führt außerdem fehlende US-Sicherheitszertifizierungen und Einschränkungen im Software-Ökosystem an. Sichtungen eines YU7 auf amerikanischen Straßen betrafen Fahrzeuge, die andere Hersteller für Tests und Vergleiche eingeführt hatten, meldet ARY News.
Modellpalette und Kapazität
WhichCar berichtet, Xiaomi verkaufe in China drei eher hochpreisige Modelle: die Limousine SU7, den großen SUV Skynomad und den SUV YU7. ARY News nennt zwei davon, den Crossover YU7 und die Limousine SU7, für die aktuelle Palette. Xiaomi ist 2021 in den Autobau eingestiegen und brachte im März 2024 mit dem SU7 sein erstes Serienfahrzeug auf den Markt.
ARY News und Notebookcheck geben den Standard-SU7 mit 299 hp und den Allradler Max mit 673 hp an. Die erste Ausfahrt von MotorTrend listet 315 hp für die Basis und den Pro sowie 681 hp für den Max.
Notebookcheck berichtet, das Werk in Peking könne bis zu 300.000 Fahrzeuge im Jahr bauen. Ob diese Kapazität direkt Exportkontingente stützt, sei noch offen. MotorTrend meldet, Xiaomi habe sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von zwei Jahrzehnten zu den fünf größten Autoherstellern der Welt zu gehören. Das Unternehmen hat ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Deutschland eröffnet und Ingenieure und Designer von europäischen Herstellern angeworben.
Quellen
30- 01Revealed: The clues that prove giant newcomer Xiaomi will sell cars in AustraliaEN
- 022027 Xiaomi SU7 First Drive: The Apple Car That Apple Couldn't BuildEN
- 03Xiaomi plans global electric vehicle expansion for right-hand-drive marketsEN
- 04Xiaomi plans global right-hand-drive push for 2028EN
- 05Hyundai is recalling nearly 30,000 Kona Electric vehicles due to an airbag software defectEN
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- 08Blue Wave Not Climate Related, But Critical To Clean Energy & Electric VehiclesEN
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